Ich will mehr - brauch ich es auch ?

Gerade bin ich auf der Suche nach diesen Büchern, die besonders sind.
Ich meine ich lese Bücher gerne zur Unterhaltung und einfach mal zum abschalten, um zu fliehen. Aber manchmal braucht mein einfach mehr oder ?
Ich suche eines dieser Bücher, die ins Herz gehen, die im Kopf bleiben.
John Green war einer der Ersten die genau das für mich geschafft haben. Colleen Hoover hat da auch dieses Talent mitten in mein Herz zu schreiben. 
Caroline & West von Ruthie Knox hebt sich für mich auch von der Mass ab. 
Amy Harmon hat mich Ende letzten Jahres auch mit ihren gewählten Worten beeindruckt. Alice Oseman, dieses junge Mädchen, war meine Entdeckung des letzten Jahrs - ich meine dieses Buch versteht nicht jeder [das hat nicht mit Intelligenz zu tun], sie hat bei mir einfach ein Nerv getroffen - mich zwischen den Zeilen lesen lassen und mich berührt. Cassandra Clare war die letzte die es geschafft hat mit ihren Chroniken der Schattenjäger.
Und Irgendwann für Immer von Katja Millay ist wohl schon am längsten in meinem Kopf.

Und ihr merkt, dass es total Genreübergreifend ( ist das ein Wort?hm.) ist.
Ich denke einfach es geht mir dabei weniger um die Geschiche. Mehr um die Worte. Mehr darum, dass die Worte mich verzaubern. Ich bin Leser, ich bin Blogger - wie Cassandra Clare so schön sagt "ich lebe für das Wort" - und in vielen Storys geht das einfach unter. Und das ist ok - ich brauche es nicht immer. Es gibt nicht viele Wortkünstler (auch kein Wort?)
Aber ist es nur bei Büchern so? Ist es nur manchmal so, dass man mehr braucht?
Und warum will man so oft mehr? 
Warum ist die Steigerung von gut besser? Und warum fängt man nicht bei besser an? Und ist besser immer besser?
Und ist man nicht zielstrebig wenn mann dieses besser nicht braucht? Ist man dann direkt bequem? stumpf? Findet man sich dann einfach damit ab? oder heißt es nur, dass man dankbar ist für das was man hat? kann man dann trotzdem glücklich sein?
Oder liegt es genau darin? - Kann man nicht glücklich sein, weil man immer nach dem mehr strebt - weil man mehr will als die anderen? glücklicher sein will, als die anderen?
Ich weiß es nicht.
Es ist doch aber so, dass man sich manchmal fragt ob das alles ist " ist das alles?" ( oder geht es nur mir so?).
Wir gehen Arbeiten, einen Job den man tun musst, weil es eben so ist. Andere weil es ihnen Spaß macht ( da ist dieses "mehr"). Wir leben unser Leben, es gibt viele Menschen die sagen " ich führe ein glückliches Leben" - ist es aber tatsächlich? Hat nicht jeder Mensch diese Grenzen? Ich stelle mir gerne vor, dass um jeden Mensch eine Fläche ist. Manche Menschen füllen diese Fläche aus, manche weniger. Manche Menschen ( mehr fällt gerade nicht das richtige Wort ein, wäre ich nur ein Wortkünstler..) Was ich sagen will- dann gibt es eben die Menschen die ihre Fläche zu zweit eben vergrößern, es zu einer machen. 
Aber gibt es auch die Menschen die sich von dieser Fläche trennen? Oder wie ein kleines Kind einfach über die Grenzen malen? Sind diese Menschen dann einfach mutig oder haben sie das gut nicht akzeptiert?
Menschen in einer Beziehung halte ich in erster Linie für glücklich. Natürlich ist das nicht immer so. Und es gibt auch Menschen die alleine sind und ihre Fläche komplett ausfüllen. Aber wenn man glücklich ist in einer Beziehung ist, darf man dann mehr wollen? Darf man dann fragen " ist das alles" - und wenn nein, warum? und wenn ja, warum?

Alle die Lesen, kennen es. Ich finde Bücher sind wie Disney. Beide geben uns unrealitische Vorstellungen. In Sachen Liebe, Freundschaft, Leben - in den Büchern ist es doch immer mehr ? Immer das besondere? 

Wisst ihr, ich finde es ist in Ordnung. Es ist in Ordnung mehr zu wollen. Es ist Ok, manchmal das bessere zu wollen. Es ist wie mit diesen besonderen Büchern. Manchmal braucht man es eben und dann sollte man über seine Grenzen malen.
Weil auch in diesen Büchern überzeugt nicht jeder Satz, nicht jedes Wort und so ist es doch auch im Leben. Es sind nur einzelne Zitate die man makiert. Einzelne Sätze die einen verändern. Wir sollten nicht immer nach dem mehr verlangen - nicht immer dieses besser verlangen - aber manchmal darf man das und manchmal braucht man das.
Dann soll man mutig sein, seine Buntstifte nehmen und mit hellen Farben über seine Grenzen malen ( stellt euch vor, was für ein schönes Bild das wäre.). 
Und ob andere das verstehen und ob man das darf. Ob das von all den anderen erwarten wird und ob das üblich ist, spielt absolut keine Rolle, weil es unsere Flächen sind. 

Man darf glücklich sein, aber man darf auch mehr verlangen und man darf auch etwas tun, dass nicht jeder versteht und nicht der Norm entspricht.

Ich will mehr und manchmal brauch ich das. 
Wir sollten alle in unserem Leben diese besondere Zitate haben, die uns verändern. Diese besonderen Worte, die uns von der Masse abheben.

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